Einloggen
Mitgliedsname:

Passwort:


Password vergessen?

Neu anmelden!
Hauptmenü
meierDeutschland, ...wo ich bin, ist draussen...
Nützliche Helfer für Unterwegs : Nähen und Reparieren mit der Ahle
Geschrieben von meierdeutschland am 18.01.2009 10:30 (4405 x gelesen) Artikel vom Autor



Jochen Schweizer-Erlebnisgeschenke




Nähen und Reparieren mit der Nähahle. Bei meiner letzten Reise mit dem Faltboot habe ich mir bei meinem Boot das Oberschiff eingerissen. Jetzt muß das ganze natürlich wieder so fachmännisch wie möglich repariert werden. Im Internet habe ich gelesen, das man für solche Reparaturen eine Nähahle benutzt. Dieses kleine Teil ist für alle Reparaturen an dickeren Stoffen geeignet, die mit einer herkömmlichen Nähmaschine nicht mehr bezwungen werden. Das können Stoffe von Seesäcken, Zelte, Segeltuch oder aber eben wie bei mir das Baumwolloberschiff meines Faltbootes sein.
Ich bin also los und habe mir eine solche Nähahle gekauft. Diese ist in Läden mit Campingzubehör oder im Internet für knapp 20 Euro zu erwerben.
Zu hause ausgepackt, ist die Reparatur leider noch nicht erledigt. Es sieht einfacher aus, als das es ist. Also erstmal den PC angeworfen und mal schauen was andere so repariert haben. Ja, da steht einiges drin.
Leider auch mit Bilder.
Also, wenn das, das Ergebnis mit einer Nähahle ist, was ich dort gesehen habe, dann schmeiße ich das Boot weg. Mit solch einer Naht würde ich nicht mal rumfahren, wenn sie unter der Wasseroberfläche wäre.
Und ich halte mich wirklich nicht für kleinlich.
Das muß deutlich besser gehen.




www.arvelle.de



Aber das muß ich erstmal hinkriegen. Wie auf der kurzen Anleitung beschrieben, habe ich die ersten Versuche auf einer Pappe gemacht. Und siehe da, nach ein paar wenigen Versuchen war auch schon eine Naht zu erkennen. Diese ähnelte jedoch sehr den Abbildungen im Netz. Ist auch völlig klar. Das Problem, welches man hat besteht darin, das man ja jeden Stich einzeln mit der Hand durchstoßen muß. Das dabei nicht alle Stiche in der Reihe sitzen ist wohl klar.
Und genau das ist es, was die Reparaturen im Internet so schlimm haben aussehen lassen.
Ich möchte hier versuchen ein besseres Ergebnis zu erzielen. Also eins kann ich schon mal sagen, wer sich eine Nähahle kaufen möchte, schnell mal ein Faltboot reparieren möchte, der sollte sein Boot lieber zum Profi bringen. Die Nähahle sieht zwar einfach aus, aber der Umgang will gelernt sein.
Und genau das ist es war ich mir hier in diesem Selbstversuch beibringen möchte. Ich werde erstmal weiter auf Pappe testen, dann habe ich noch zwei eingerissene Seesäcke, und dann möchte ich eine super Naht auf meinem Oberschiff präsentieren.
Schauen wir mal!

Die Nähahle besteht aus einem Handgriff, zwei Nähnadeln, einer Garnspule und einem so genannten Nähschiffchen. Als erstes muß der Faden durch den Schlitz im Griff nach außen geführt werden. Nun muß der Faden auch unten durch das Loch für die Nadel geführt werden. Jetzt wird die Nadel eingesetzt und mit der kleinen Rändelschraube fixiert.
Nun noch den Faden durch das Nadelöhr fädeln und schon ist das Werkzeug einsatzbereit.
Wie schon erwähnt, macht man die ersten Versuche am besten auf einem Stück Pappe. Hier wird als erstes die Nadel durch die Pappe gestochen. An der Unterseite der Pappe, fasse ich jetzt den Faden und ziehe ihn doppelt so lang heraus wie die Naht werden soll.Jetzt zieht man die Nadel wieder zurück, und macht den zweiten Stich. Damit die Naht später so gut wie möglich aussieht, sollten die Stiche so gleichmäßig wie möglich sein.Die Nadel wird jetzt nur zur hälfte wieder herausgezogen. Unten an der Nadel entsteht eine Schlaufe. Hier wird nun unser Faden unterhalb der Pappe hindurchgeführt. Dieser Faden ist jetzt unser Unterfaden.Die Nadel wird nun ganz heraus gezogen. Jetzt ist zu beachten, das der Ober sowie der Unterfaden schön straff sind. Ansonsten gibt es lockere Ösen, die natürlich nicht so gut halten. Damit bei diesem Vorgang nicht weiter Garn von der Garnrolle abgewickelt wird, drückt man etwas stärker mit dem Daumen auf den Faden um ihn zu stoppen. (siehe Foto)Das war es eigentlich schon. Jetzt geht es immer so weiter. Der nächste Stich, unterfaden einmal durch die Lasche ziehen und der nächste. Wer Probleme mit dem durchfädeln des Unterfaden hat, der kann das Nähschiffchen benutzen. Bei meinem Versuch klappte es aber super ohne. Auf dem letzten Foto ist meine erste Doppelnaht auf Pappe zu sehen.
Kann sich doch sehen lassen oder?



Bewertung: 0.00 (0 Stimmen) - News bewerten -
Druckoptimierte Version Schicke den Artikel an einen Freund PDF Dokument vom Artikel anfertigen


Bookmark Artikel auf eine der nachstehenden Seiten