Nein, völlig falsch. Es handelt sich bei diesem Bericht nicht um die neuste FKK Aktivität im Winter. Ich möchte in diesem Bericht auf die richtige Pflege der unbedeckten Hautflächen während eines Aufenthaltes in der winterlichen Natur aufmerksam machen. Denn gerade im Winter braucht unsere Haut eine besondere Pflege um die niedrigen Temperaturen ohne Schäden zu überstehen. Bei Minustemperaturen ziehen sich die Blutgefäße im Gesicht zusammen um einen Wärmeverlust zu vermeiden. Kommt man dann ins Warme öffnen sie sich schlagartig und es kommt zu einer erhöhten Durchblutung. Leicht zu erkennen an den geröteten Wangen. Man muss sich vorstellen, das bei starken Wind oder einer Ski Abfahrt durch den Fahrwind die Temperatur im ungeschützten Gesicht schon mal leicht auf -30 Grad fallen kann. Zudem kommt das der kalte Wind im Winter meist trockene Luft bläst und somit der Haut auch noch die Feuchtigkeit raubt. Wird eine solche geschwächte Körperoberfläche dann zu lange zu niedrigen Temperaturen ausgesetzt kann es schnell zu lokalen Erfrierungen kommen. Bei diesen Erfrierungen unterscheidet man genau wie bei Verbrennungen nach verschiedenen Verbrennungsgraden. Besonders gefährdet sind hier Finger, Zehen, Nase, Ohren, Wangen und Kinn.


Wer im Winter unterwegs in der Natur ist, egal ob es der Spaziergang ist oder eine berufliche Aktivität, der sollte auf richtige Ernährung, passende Kleidung und dem entsprechenden Hautschutz achten. Allein über den Kopf verliert der Mensch bis zu 30% der Wärme. Deshalb ist eine Kopfbedeckung am besten über beide Ohren ein absolutes Muss. Für Gesicht und Hände sollte eine fettende Creme Möglichst ohne Zusatz von Wasser verwendet werden. Wasser würde unter Umständen auch auf der Haut gefrieren. Ich selber habe sehr gute Erfahrung mit Melkfett gemacht, aber auch Vaseline ist für diesen Einsatz ein perfekter Helfer. Und das für einen wirklich günstigen Preis. Auch ein spezieller fettender Lippenstift sollte zum Einsatz kommen. Aber bitte nicht übertreiben. Der Körper produziert diesen Kälteschutz selbst, und wird die Produktion bei zu häufigen nachfetten verringern oder nahezu einstellen. Bei der Verwendung von einem Schal oder Tuch über dem Gesicht ist zu bedenken, das durch das ständige Durchatmen des Stoffes dieser Feuchtigkeit aufnimmt und dieser gefrieren kann. Ich selber benutze hier einen Kälteschutz aus Neopren. Sieht gefährlich aus, aber der Neoprenschutz lässt keinen kalten Wind an die Haut, nimmt keine Feuchtigkeit auf und wärmt somit. Auch sollte zu eng anliegende Kleidung vermieden werden, da diese die Durchblutung schwächen kann und durch das enge anliegen eine Kältebrücke erstellt wird. Das tückische an einer Erfrierung ist, das sie schleichend auftritt. Man bemerkt sie meistens erst wenn es zu spät ist. Die Taubheit einzelner Körper und Hautpartien wie Ohren, Finger, Nase uns so weiter können ein Zeichen sein. Um ein solches Zeichen besser wahrnehmen zu können, kann man mit etwas Gesichtsgymnastik Grimassen ziehen und so ein Gefühl für die intakte Gesichtshaut bekommen. Sollte es dennoch mal zu Erfrierungen im Gesicht kommen, hilft nur noch eine schnelle Behandlung mit Wärme. Also Campingplatz aufsuchen, Feuer machen oder Freunde zu Hause besuchen. Erfrierungen dürfen aber auf keinen Fall mit starkem Reiben oder mit einer Schneemassage behoben werden. Auch ist ein heißes Bad zu vermeiden. Sie müssen langsam aufgetaut werden. Eine stark unterkühlte Hand sollte niemals in heißes Wasser gehalten werden. Selbst Wasser welches um die 0 Grad hat, wird schon als angenehm empfunden. Nach ein paar Minuten kann man dann die Wassertemperatur ein wenig erhöhen. Zum Schluss wickelt man die Hand in ein warmes Tuch, auch um Infektionen vorzubeugen.
Und wenn es Dich unterwegs erwisch, kannst Du versuchen die unterkühlten Hände an wärmeren Körperstellen wieder auf Temperatur zu bringen. Unter den Achseln wäre ein solcher Platz. Dieser Trick funktioniert aber nur mit den Händen. Es sei denn, Du trägst den Kopf unter dem Arm…grins.
PS: Zähneklappern, Gänsehaut und das Zittern sind schon ein Zeichen für eine fortschreitende Unterkühlung.
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